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Glossar von A bis Z

Die wichtigsten Fachbegriffe – kurz erklärt

Taucht im Arztgespräch oder ein Fremdwort in der Packungsbeilage eines frauenärztlichen Medikamentes oder der Pille ein Fremdwort auf, können Sie es hier nachlesen:

Abort Fehlgeburt, Beendigung der Schwangerschaft vor Beginn der 24. Woche
Aborte (habituell) Neigung einer Frau zu Fehlgeburten, mehr als 3
Abstinenz (Sexuelle) Enthaltsamkeit
Abstrich Mit einem Wattestäbchen wird Sekret aus Scheide oder aus dem Gebärmutterhals entnommen, z.B. bei der Krebsvorsorge.
Abtreibung > Schwangerschaftsabbruch
Adnexe Eierstock und Eileiter
Adnexitis Entzündung der > Adnexe
AIDS Abkürzung für »Acquired Immune Deficiency Syndrome«: erworbene Immunschwäche durch eine Infektion mit dem HIV-Virus. Am häufigsten erfolgt die Übertragung durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Zur Vermeidung einer Ansteckung empfiehlt sich der Gebrauch von Kondomen.   
Akne Hauterkrankung, die mit fettiger Haut, Mitessern und Pusteln verbunden ist, tritt häufig während der Pubertät auf.
Alopezie Haarausfall mit Glatzenbildung
Amenorrhoe Ausbleiben der Regelblutung
Analverkehr Sexualpraktik, bei der der Penis in den After eingeführt wird
Androgene »Männliche« Geschlechtshormone, z.B. Testosteron
Anorexia nervosa Magersucht
Antibiotika Medikamente, die das Wachstum von Bakterien hemmen oder sie abtöten
Ausfluss (Fluor)Sekretabsonderung der Scheide; kann verschiedene, auch krankhafte Ursachen haben
Basaltemperatur Körpertemperatur; sollte morgens vor dem Aufstehen zur gleichen Tageszeit an der gleichen Körperstelle gemessen werden > Temperaturmethode > Knaus-Ogino-Methode
Bisexualität Erotisches Empfinden einer Person für Männer und Frauen
Bulimie Phasenweise übermäßiges Essen, danach wird selbst Erbrechen herbeigeführt
Candida albicans Hefepilz, kann die Ursache für Infektionen der Scheide sein
Cervix Gebärmutterhals, d.h. unteres Ende der Gebärmutter
Chlamydien Sexuell übertragbare Infektion, die eine Erkrankung der Harnwege und der Geschlechtsorgane auslösen kann. Bei einer Infektion mit Verklebung der Eileiter kann die Frau unfruchtbar werden.
Chloasma Bräunliche Flecken im Gesicht, die durch die Einnahme einer Pille oder während der Schwangerschaft auftreten können
Coitus > Koitus
Condylomata accuminata > Kondylome
Corpus luteum Gelbkörper, entwickelt sich in jedem normalen Zyklus nach dem Eisprung, produziert Gelbkörperhormon
Corpus uteri Gebärmutterhöhle (Teil der Gebärmutter ohne den Gebärmutterhals)
Dysmennorhoe Krampfartige Unterbauchschmerzen vor oder während der Regelblutung
Eierstöcke (Ovarien) Produktionsort der Eibläschen
Diaphragma (Scheidenpessar) Kleine halbkugelige Gummikappe, die in die Scheide eingesetzt wird und das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter verhindern soll
Diarrhoe Durchfall
Dreistufenpille Pille, die sich in drei unterschiedlichen Hormondosen dem Zyklus anpasst
Eileiter (Tuben) Verbindung zwischen Eierstock und Gebärmutter, durch die das Ei nach dem Eisprung wandert
Eierstöcke > Ovarien
Die Eierstöcke produzieren die Eibläschen.
Eileiter (Tuben) Verbindung zwischen Eierstock und Gebärmutter. Durch den Eileiter wandert das Ei nach dem Eisprung.
Eileiterschwangerschaft Falsche Einnistung der befruchteten Eizelle im Eileiter anstatt in der Gebärmutterhöhle
Einphasenpille Pille, die immer die gleiche Östrogen- und Gestagenzusammensetzung hat
Eisprung (Ovulation) Ausstoßung einer reifen, befruchtungsfähigen Eizelle aus dem Eierstock
Ejakulation Austritt der Samenflüssigkeit beim Mann
Endometriose Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle
Endometrium Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle
Entjungferung Erster Geschlechtsverkehr, meistens mit einem Reissen des Jungfernhäutchens (Hymen) verbunden
Erektion Aufrichten des Penis bei sexueller Erregung
Ethinylöstradiol Weibliches Geschlechtshormon, das zur Zeit in fast allen Pillen verwendet wird
Fertilität Fähigkeit, schwanger zu werden
Fluor > Ausfluss
Follikel Eibläschen
Frigidität Gefühlskälte und sexuelle Unempfindlichkeit
FSH Abkürzung für »Follikelstimulierendes Hormon«. Bewirkt die Heranreifung von Eibläschen im Eierstock
Gebärmutter (Uterus) Birnenförmiges weibliches Geschlechtsorgan, setzt sich zusammen aus dem > Corpus uteri und der > Cervix
Gebärmutterhals > Cervix
Gelbkörper > Corpus luteum
Gelbkörperhormon Weibliches Geschlechtshormon, das vom Gelbkörper nach dem Eisprung gebildet wird
Genitalinfektion Infektion der weiblichen Geschlechtsorgane durch Bakterien oder Pilze. Häufigste Anzeichen sind Ausfluss und Juckreiz
Geschlechtshormone Botenstoffe, die bei Männern und Frauen die Ausbildung von Geschlechtsmerkmalen bewirken, z.B. Testosteron beim Mann, Östrogen und Gestagen bei der Frau
Geschlechtskrankheiten Krankheiten, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden
Geschlechtsverkehr Sexuelle Vereinigung
Gestagene Gelbkörperhormone, z.B. Progesteron oder Abkömmlinge
Gonorrhoe Sexuell übertragbare Infektion mit Gonokokken, verursacht v.a. eine Infektion von Harnblase und Geschlechtsorganen > Tripper
Gravidität Schwangerschaft
Gynäkologin / Gynäkologe Frauenärztin / Frauenarzt
Hämorrhoiden Häufig juckende oder schmerzende Venen im Afterbereich
Harninkontinenz Unwillkürlicher Verlust von Urin
Herpes Viruserkrankung mit typischer Bläschenbildung, meistens an den Lippen oder den äußeren Geschlechtsorganen, die Übertragung erfolgt durch engen Körperkontakt
Intrauterinpessar > Spirale (IUD)
Jungfernhäutchen Dünnes Häutchen oberhalb der Scheide mit dehnbarer Öffnung, durch die das Menstruationsblut abfließen und im allgemeinen ein Tampon eingeführt werden kann
Jungfräulichkeit Stadium vor dem ersten Geschlechtsverkehr
Heterosexualität Sexuelles Interesse am anderen Geschlecht
 HPV Abkürzung für »Humane Papilloma Viren,« einige Arten werden für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht, andere verursachen > Kondylome oder Hautwarzen
 HPV-Impfung Impfung, bietet Schutz vor einer Infektion mit HPV-Viren, die Gebärmutterhalskrebs oder Feigwarzen verursachen können
 HPV-Test Test auf eine Infektion mit HPV-Viren, dafür wird Sekret vom Muttermund gewonnen und nach bestimmten HPV-Virusarten gesucht
Homosexualität Sexuelles Interesse am eigenen Geschlecht (Männer an Männern, Frauen an Frauen)
Hormonstatus Bestimmung von Hormonmengen im Blut
Hymen > Jungfernhäutchen
Hypertrichose Mehrbehaarung
Hypophyse Hirnanhangsdrüse, die Hypophyse bildet u.a. verschiedene Hormone, die den weiblichen Zyklus steuern
Infertilität Unfruchtbarkeit
Interruptio Schwangerschaftabbruch
Klitoris Kitzler, sexuell empfindliches Organ der Frau, sitzt am vorderen Ende der Schamlippen
Knaus-Ogino-Methode Verhütungsmethode, bei der mit Hilfe des Menstruationskalenders die fruchtbaren Tage anhand der gemessenen > Basaltemperatur bestimmt werden
Koitus Geschlechtsverkehr
Koitus interruptus Vor dem Samenerguss unterbrochener Geschlechtsverkehr, unsichere »Verhütungsmethode«
Kolpitis Scheidenentzündung
Kondom (Präservativ) Dünne Gummihülle, die über den erigierten Penis gestreift wird, Anwendung als Verhütungsmethode und als Schutz vor Infektionskrankheiten
Kondylome Feigwarzen, die durch > HPV-Viren übertragen werden und an den äußeren Geschlechtsorganen sitzen
Kontrazeption Verhütung
Krebsvorsorge Vorsorgeuntersuchung, bei der gynäkologischen Krebsvorsorge wird u.a. Sekret aus dem Cervixbereich auf Krebsvorstufen untersucht und die Brust beurteilt
Labien Schamlippen
LH Abkürzung für »Luteinisierungshormon«, LH löst den Eisprung in Zyklusmitte aus  
Libido Sexuelles Verlangen
Lues (Syphilis) Sexuell übertragbare Erkrankung, Infektion mit dem Erreger Treponema pallidum
Masturbation Selbstbefriedigung
Menarche Zeitpunkt der ersten Regelblutung
Menopause Zeitpunkt der letzten Regelblutung, wird rückblickend nach einem Jahr ohne Regelblutung festgelegt
Menstruation Regelblutung
Mikropille Pille, bestehend aus Östrogen und Gestagen mit einem niedrigen Östrogengehalt
Minipille Pille, nur aus Gestagen bestehend, verhindert den Eisprung nicht sicher, wirkt u.a. durch Verdickung des Cervixschleims, so dass die Spermien nicht in der Gebärmutterhöhle eindringen können
Mittelblutung Blutung in Zyklusmitte um den Eisprung herum
Morning-after-pill
(Pille danach)
Pille, die spätestens 48h nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen wird, um eine Schwangerschaft zu verhindern
Muttermund > Portio
Mykose Infektion mit Pilzen
Myom Gutartige Muskelgeschwulst der Gebärmutter
Orales Kontrazeptivum (Pille) Verhütungsmittel
Orgasmus Höhepunkt des Lustempfindens beim Sex, Zeitpunkt des Samenergusses beim Mann
Östrogene Weibliche Geschlechtshormone
Osteoporose Verminderung der Knochensubstanz mit u.a. der Gefahr von Knochenbrüchen
Ovarien > Eierstöcke
Ovulation > Eisprung
Ovulationshemmer Medikamente, die den Eisprung verhindern, z.B. Pille
Parametrien Sog. Gebärmutterbänder, an denen die Gebärmutter im Becken befestigt ist
Pearl-Index Angabe der Wirksamkeit einer Verhütungsmethode (Anzahl der Schwangerschaften bei 100 Frauen, die diese Methode ein Jahr lang angewandt haben), Pearl-Index bei Kombinationspillen, z.B. 0,1
Pessar Ring oder Schale aus Gummi, z.B. Scheidenpessar vgl. > Diaphragma
Petting Gegenseitiges Streicheln an intimen Zonen ohne Geschlechtsverkehr auszuüben
Pille Umgangssprachlich, gemeint ist ein Medikament zur Empfängnisverhütung, vgl. > Orales Kontrazeptivum
Pille danach > Morning-after-pill
Pillenpause Einnahmefreies Intervall bei Pilleneinnahme zur Auslösung der Regelblutung
Pilze Organismen, die Infektionen auslösen können, z.B. > Candida albincans
Pilzinfektion Infektion durch Pilze
Portio Muttermund
Portiokappe Gummihütchen, das über den Muttermund gestülpt wird und das Eindringen von Spermien verhindern soll
Postkoitalpille > Morning-after-pill
Potenz Allgemein: Erektionsfähigkeit des Penis,
speziell: Zeugungsfähigkeit des Mannes
Praemenstruell Zeit unmittelbar vor Einsetzen der Regelblutung
Präservativ s. Condom/Kondom
Pro Familia Beratungsstelle für Mädchen, Frauen und Paare
Progesteron Gelbkörperhormon
Prolaktin Hormon aus der Hirnanhangdrüse, das das Wachstum der Brustdrüse stimuliert; bei stillenden Müttern stimuliert es die Milchbildung
Pubertät Zeitraum, in dem Jugendliche sich zur Geschlechtsreife entwickeln, ist oft mit Stimmungsschwankungen und > Akne verbunden
Rektale Untersuchung Untersuchung durch den After zur zusätzlichen Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken
RU 486 »Abtreibungspille«, nicht in allen Ländern zugelassen
Safer Sex Geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondom zur Vermeidung einer Infektion mit Geschlechtskrankheit, z.B. einer HIV-Infektion
Schamlippen Labien
Scheide Vagina
Schwangerschaftsabbruch (Interruptio) Künstliche Beendigung der Schwangerschaft, z.B. durch einen operativen Eingriff oder Medikamente
Sonographie > Ultraschalluntersuchung
Soor Infektion mit Candida albicans
Spekulum Trichterförmiges Instrument zur Scheidenuntersuchung
Sperma Samenflüssigkeit
Spirale Meist aus Kunststoff mit Kupferdraht, wird in die Gebärmutter eingelegt, dient der Verhütung
Sterilisation Operativer Eingriff, bei dem die Ei- bzw. Samenleiter durchtrennt werden und somit eine künstliche Unfruchtbarkeit herbeigeführt wird
Syphilis Geschlechtskrankheit > Lues
Tampon Hygieneartikel aus Watte, der während der Regelblutung in die Scheide eingeführt wird
Temperaturmethode Verhütungsmethode, bei der durch die Messung der morgendlichen Körpertemperatur die fruchtbaren Tage bestimmt werden können > Basaltemperatur
Testosteron Männliches Geschlechtshormon
Thrombose Völliger oder teilweiser Verschluß eines Blutgefässes durch ein Blutgerinsel
Trichomonaden Sexuell übertragbare Erreger, die eine Infektion von Scheide und Harnblase verursachen
Tripper Sexuell übertragbare Infektion mit Gonokokken, v.a. von Harnblase und Geschlechtsorganen > Gonorrhoe
Tube Eileiter
Ultraschalluntersuchung Bildliche Untersuchung der inneren Organe ohne Röntgenstrahlung, z.B. mit einer Vaginalsonde oder von außen durch die Bauchdecke
Uterus Gebärmutter
Vagina Scheide
Verhütung Maßnahmen zur Vermeidung eines Schwangerschafteintritts, heutzutage meistens durch die Pille
Virilisierung »Vermännlichung« bei Frauen z.B. Tieferwerden der Stimmlage
Vorsorgeuntersuchung Untersuchungen, die ein Erkennen von Vorstufen oder Frühformen einer Erkrankung ermöglichen, z.B. in der Schwangerschaft oder bei der Krebsvorsorge
Vulva Äußerer Bereich des Genitales der Frau (große und kleine Schamlippen, Klitoris, Jungfernhäutchen)
Zervix Gebärmutterhals, auch > Cervix
Zweiphasen-Pille Pille mit zwei unterschiedlichen Hormondosierungen
Zwischenblutung Blutungen außerhalb der normalen Regelblutung
Zyklus Gerechnet wird von ersten Tag der Blutung bis zum letzten Tag vor der neuen Blutung. Normale Zyklusdauern sind zwischen 25 und 31 Tagen, normale Blutungsdauer ist zwischen 3 und 6 Tagen.
Zyste Flüssigkeitsgefülltes, blasenförmiges Gebilde, kann z.B. am Eierstock vorkommen
Zystitis Entzündung der Harnblase